Social World Cup 2018

26. Mai 2016
Kategorie: Allgemein

Wir haben uns entschlossen das Projekt “Social World Cup 2018″ zu unterstützen und weisen daher auf den Start des Crowdfundings hin.

Zwar gehören internationale Großturniere wie die alle vier Jahre stattfindende Fußball-WM nicht zu den klassischen Themen von ProFans, die korrupten Machenschaften der Fifa und die extreme Kommerzialisierung des Fußballs betreffen uns allerdings alle gemeinsam. Mehr Protest ist daher ganz in unserem Sinne. Die Idee ein internationales Amateurturnier mit sozialen Projekten zu verbinden, weist über den Protest hinaus. Wir finden das gut. Wer es ähnlich sieht, kann das Projekt mit einer kleinen Spende voranbringen.
Am vergangenen Freitag (20.05.2016) startete das Crowdfunding für den Social World Cup 2018.
Alle Infos zu der gemeinnützigen Fußballweltmeisterschaft gibt es hier und hier.

Zum Abschluss noch ein paar Infos vom Projekt selber.

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Das Social World Cup-Team braucht eure Unterstützung !

Am vergangenen Freitag den 20.5.2016 startete das Crowdfunding für den Social World Cup 2018. Wenn Euch die Idee überzeugt, spendet für das Projekt oder holt euch für eure Unterstützung ein Dankeschön ab, beides auf Startnext (https://www.startnext.com/socialworldcup2018). Infos zu der
gemeinnützigen Fußballweltmeisterschaft findet ihr unter http://www.socialworldcup.com und

https://www.facebook.com/socialworldcup/.

Worum geht es?

Hier stellt sich das Projekt selbst vor:

Wir, das sind überwiegend Studenten aus Köln, Bayreuth und Berlin, arbeiten seit einiger Zeit an einem für uns sehr spannenden und einmaligen Projekt, dem „Social World Cup 2018“. Im folgenden ein kurzer Überblick, worum es dabei geht.

Der „Social World Cup 2018“ – eine gemeinnützige Fußball-Amateurweltmeisterschaft im Sommer 2018.

Mit dem Turnier möchten wir vor dem Hintergrund der vermehrt negativen Schlagzeilen rund um den Fußball, Fußballverbände und Fußballgroßevents – insbesondere der FIFA und den FIFA-Weltmeisterschaften – die positive Kraft des Fußballs (z.B. in Bezug auf die Völkerverständigung oder die Entwicklung von Respekt, Toleranz & Fairness) wieder hervorheben. Es soll auf diese Weise ein konstruktives Zeichen gegen Missstände (z.B. eine Überkommerzialisierung, Korruption oder Menschenrechtsverletzungen) im internationalen Fußballgeschäft gesetzt werden.

32 „Amateur-Nationalmannschaften“ aus aller Welt treten nach aktueller Planung im Sommer 2018 über einen Zeitraum von 18 Tagen in fünf deutschen Großstädten (Berlin, Köln, Hamburg, Leipzig, München) gegeneinander an. Neben einem unvergesslichen Sporterlebnis soll das Turnier Anlass zu politischen und gesellschaftlichen Diskussionen geben. Deshalb werden die Spiele von einem Rahmenprogramm bestehend aus Infoveranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Benefizkonzerten, Streetfoodfestivals u.v.m. begleitet. Mit einem Crowdfunding ab Mitte Mai (20.5) soll das Projekt startfinanziert werden. Die Turniererlöse sollen gemeinnützigen Zwecken zugute kommen.

Tiefergehende Informationen zu uns und der Turnieridee findet ihr auf unserer Homepage http://www.socialworldcup.com/

Mit der Universität Bayreuth, ProFans oder Football Beyond Borders haben wir bereits einige Partner für das Projekt gewinnen können – wir sind jedoch weiterhin auf der Suche nach Faninitiativen, NGOs, Vereinen etc., die unsere Werte teilen und das Projekt unterstützen bzw. im Idealfall gemeinsam vorantreiben wollen.

Soweit zu dem Projekt an sich. Es ist ja so, dass am 20.5 das Crowdfunding gestartet ist, da wir bewusst zunächst keine Unternehmen etc. als Sponsoren/Geldgeber angesprochen haben, ist das ganze Projekt vom Erfolg des Crowdfunding abhängig. Das Crowdfunding kann dabei nur erfolgreich sein, wenn möglichst viele, sowohl Interesse an solch einem Projekt bekunden, als auch bereit sind, dieses mit einer kleinen Spende zu unterstützen. (Dafür soll es ja auch eine Gegenleistung geben) Somit geht es natürlich einerseits, um eine finanzielle Unterstützung, anderseits vor allem um wichtige Werte im Fußball, die immer mehr verloren gehen.

–> Vielleicht habt ihr mal eine ruhige Minute und guckt euch:
unsere Homepage: http://www.socialworldcup.com/
oder Facebook: https://www.facebook.com/socialworldcup/
oder Crowdfunding Page: https://www.startnext.com/socialworldcup2018 an.

Wenn ihr dann von dem Projekt ähnlich begeistert seid, wie wir, unterstützt uns doch bitte auf der Crowdfuning Page mit einer Spende. 10€ (nach oben natürlich offen:) tut keinem weh und es ist für einen guten Zweck. Je nach Betrag könnt ihr euch sogar noch eine Gegenleistung aussuchen und nach Bedarf gibt es auch für die Steuer eine richtige Spendenquittung.

(Sollte die benötigte Summe nicht zusammen kommen, bekommt ihr das Geld zurück überwiesen.)

Vielen Dank für eure Unterstützung.

Euer Social World Cup-Team

Das bundesweite Bündnis ProFans ruft die aktiven Fußballfans des Landes dazu auf, gegen die nun beschlossene Einführung von Montagsspielen zu protestieren. Seit einigen Wochen ist die Einführung von regulären Montagsspielen in der 1. Bundesliga ab der Saison 2017/2018 beschlossene Sache. Im Zusammenhang mit der Ausschreibung der Vermarktungsrechte verwies die DFL in ihrer Argumentation erneut vor allem auf die Konkurrenzsituation mit anderen Ligen in Europa. Für ProFans ist diese Ausgangslage kein Grund, die Proteste einzustellen. „Wir werden uns dem Diktat des Marktes niemals beugen. Wir sind nicht naiv und verweigern uns der grundsätzlichen Realität des modernen Fußballs. Das heißt aber noch lange nicht, dass der Fußball nur noch interessant sei, wenn er möglichst täglich im Fernsehen zu sehen ist.“, sagt ProFan-Sprecher Alex Schulz.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert wird am 12.04.2016 bei faz.net mit den Worten zitiert, dass er die „Befürchtungen der Fans“ ernst nehme, die „deutsche Fanszene“ allerdings aus „mehr als den mitreisenden Fans“ bestehe. ProFans-Sprecherin Gabriele Mateika kommentiert diese Aussage: „Es mag sein, dass die meisten Fußballfans in Deutschland die Spiele im Fernsehen schauen. Ohne stimmungsvolle Stadien und eine gewisse Brisanz bei den Partien wäre das Interesse allerdings schnell verschwunden. Ohne die aktiven Fanszenen des Landes würden auch keine TV-Fans existieren. Herr Seifert sollte das eigentlich am besten wissen.“

ProFans ruft alle Fans des Landes dazu auf, gegen Montagsspiele – egal in welcher Liga – zu protestieren. Viele Gruppen und Kurven kritisieren seit langem fanunfreundliche Anstoßzeiten und besonders Montagsspiele. Diese Proteste sollen nun ausgeweitet werden. „Jetzt erst recht! Wir rufen alle zur Solidarität mit den Gästefans auf!“, so ProFans-Sprecher Jakob Falk und betont: „2012 haben die Fanszenen schon einmal eindrucksvoll gezeigt, wie kraftvoll gemeinsamer Protest sein kann. Wir begrüßen ausdrücklich die Entscheidung der Cannstatter Kurve sowie der Bremer Ultràgruppen Infamous Youth und Caillera, das erste Montagsspiel am 2. Mai in Bremen zu boykottieren.“

Wie Fußballstadien an Montagen eigentlich aussehen sollen, zeigt eine Foto-Aktion verschiedener Fanszenen unter http://www.profans.de.

Für fangerechte Anstoßzeiten – gegen Montagsspiele!

ProFans im Mai 2016

Montagsspiele und Gästefanverbote

Der 32. Bundesliga-Spieltag der Saison 2015/2016 wird als ähnlich schwarzer Moment für die Fankultur in die Geschichte eingehen, wie der 12.12.12 an dem das DFL-Sicherheitspapier verabschiedet wurde.
DFB und DFL treiben ihr Vorhaben voran, Montagsspiele auch in der Bundesliga einzuführen und lassen unter dem Vorwand des 1. Mai einen Testballon los. Lobbygruppen die Einfluss auf den Fußball haben wird damit entgegengekommen: Polizei und Innenminister haben einen fußballfreien 1. Mai und der übertragende Pay-TV Sender wird auf Grund der weiteren Zerstückelung des Spieltags zufriedengestellt. Nur der Fan bleibt wie so oft auf der Strecke und muss sehen, wie er auf die Schnelle eine weitere Auswärtsfahrt an einem Werktag organisiert bekommt.
Gerechtfertigt wird die Neuerung auch mit dem Hinweis, dass man den Vereinen VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund eine größtmögliche Erholung nach Europapokalspielen ermöglichen will. Dies könnte bedeuten, dass das bislang auf Montag den 2. Mai terminierte Spiel Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart noch mit Borussia Dortmund gegen den VfL Wolfsburg getauscht wird. So müssen sich also gleich vier Fanszenen auf ein Montagsspiel einstellen. Planungssicherheit Fehlanzeige. Robin Dutt, Sportvorstand des VfB Stuttgart, nennt es „absolut nicht nachvollziehbar“, dass das Spiel in Bremen montags stattfinden soll. Des Weiteren befürchtet Dutt, dass die Schwaben durch die Verlegung des Spiels „auf die Unterstützung eines Großteils der Fans verzichten“ müssen, was einem „Wettbewerbsnachteil“ gleichkommt. Am selben Spieltag setzt der DFB über sein Sportgericht ein komplettes Gästefanverbot beim Hessen-Derby Darmstadt gegen Frankfurt durch, auf das beide Fanlager schon seit Ewigkeiten warten. Parallel werden regelmäßig Fanszenen durch Zaunfahnen- und Choreografieverbote eingeschränkt. Reduzierte Gästekontingente sind mittlerweile die Regel.
Auf Forderungen der Fans scheint man in Frankfurt weder bei der DFL noch beim DFB zu hören. Dass die Umsetzung der Montagsspiele trotz vorhandener Strukturen gegenüber Fanorganisationen vorab nicht kommuniziert wurde ist bezeichnend und ein weiterer Schlag ins Gesicht. Der deutsche Fußball der im In- und Ausland zu einem großen Maße auch durch seine laute und bunte Fankultur repräsentiert wird, beraubt sich durch die aktuellen Einschränkungen und Spieltagsansetzungen einer seiner größten Stärken. Was in erster Linie zählt, ist die Generierung immer höherer finanzieller Einnahmen – ohne Rücksicht auf Verluste.
Trotz aller Rückschläge sollte man sich gerade jetzt als Fußballfan klar positionieren und für Faninteressen stark machen. Die Cannstatter Kurve hat es vorgemacht und vor einigen Tagen zu einem Boykott des Montagsspiels in Bremen ausgerufen. Die Aktionen rund um 12:12 an denen sich Fans jeglicher Couleur beteiligten, haben gezeigt, welche Wirkung ein überregionaler Protest erzielen kann. Nur als möglichst großer Zusammenschluss können wir den Fußball den wir alle kennen und lieben erhalten und einen Teil dazu beitragen, dass man von DFB und DFL nicht länger ignoriert wird.

Coloniacs im April 2016


Mehr zur Protestaktion der Canstatter Kurve gibt es hier

Das Bündnis ProFans kritisiert die im Vorfeld der Begegnung SV Darmstadt 98 – SG Eintracht Frankfurt angekündigte Allgemeinverfügung aufs Schärfste und stellt die Rechtmäßigkeit dieser völlig überzogenen Maßnahme in Frage. Eine Allgemeinverfügung, welche die Rechte einer ganzen Fangemeinschaft im Kollektiv beschneidet, kann niemals im Sinne rechtsstaatlicher Prinzipien erlassen werden. Abgesehen davon, dass einzelne Aufenthaltsverbote ohnehin schon als fragwürdig betrachtet werden können, stellt diese erweiterte Form, eine ganze Gemeinschaft von Gästefans in ihrer Freiheit einzuschränken, eine neue Repressionsstufe dar. Es drängt sich hierbei der Eindruck auf, dass die Einschränkung der grundrechtlich geschützten Bewegungsfreiheit gar nicht eigenständigen Sicherheitserwägungen folgt, sondern in Wahrheit vielmehr das vom DFB verfolgte Prinzip der Kollektivbestrafung durchsetzen soll: Nach der Bestrafung des Deutschen Fußball-Bundes, wonach die Frankfurter Fans am Samstag bei ihrem Auswärtsspiel in Darmstadt den Gästeblock nicht betreten dürfen, berufen sich die Verfechter dieser Allgemeinverfügung auf genau dieses vom Verband gefällte zweifelhafte Urteil.

Nun dürfen Eintracht-Fans noch nicht einmal nach Darmstadt reisen bzw. sich in der Stadt aufhalten. Schon die bloße Durchfahrt mit einem Eisenbahnzug etwa von Heidelberg nach Frankfurt wird durch die Verfügung grundsätzlich untersagt. Sowohl die Definition des betroffenen Personenkreises als auch der möglichen Ausnahmen ist derart unscharf gehalten, dass sie willkürlichen Entscheidungen Tür und Tor öffnet. Es bleibt gar eine Frage der Auslegung, ob nicht auch die Spieler des Gastvereins unter das Aufenthaltsverbot fallen. Die Begründung der Allgemeinverfügung lässt außerdem vermuten, dass diese absichtlich und ohne sachlichen Grund derartig kurzfristig erlassen wurde, nur um zu verhindern, dass etwaige erfolgreiche Klagen dagegen noch vor dem Spieltag rechtswirksam werden können.

„Die Stadt Darmstadt sanktioniert mit der Verfügung eine Personengruppe von sechsstelliger Zahl, nicht nur ihrer freien Meinungsäußerung, sondern allein schon ihrer Gesinnung wegen, indem sie das Recht des Aufenthalts im Stadtgebiet davon abhängig macht, welchem Fußballverein man zuneigt. Dieser Eingriff in die grundgesetzlich geschützte Meinungsfreiheit ist skandalös“, kritisiert ProFans-Sprecher Sig Zelt. Bereits im Vorfeld des Gastspieles von Hertha BSC hatten die Darmstädter Behörden deutlich erkennen lassen, dass Gästefans – ohne Rücksicht auf ihr persönliches Verhalten – in der Stadt nicht willkommen sind. „Traurig,“ so Sig Zelt weiter, „dass DFB und DFL, obwohl sie sich öffentlich einer Willkommenskultur für Gästefans verschreiben, hier offenbar keinen Anlass sehen, sich auf die Seite der pauschal diskriminierten Fans zu stellen.“

„Wir haben den Eindruck, dass die Einschränkung von Bewegungsfreiheit den Behörden zunehmend als das probateste Mittel erscheint, um in ihren Augen für Ruhe und Ordnung zu sorgen“, bemerkt ProFans-Sprecherin Gabriele Mateika und verweist in dem Zusammenhang auf die zuletzt immer häufigeren Fälle, bei denen Gruppen von Fans wegen in die Länge gezogener Kontrollen deutlich später ins Stadion gelangten oder mit fadenscheinigen Begründungen zurückgeschickt wurden und das Spiel vor Ort nicht sehen konnten.

Angesichts dieser Entwicklungen wirken verbandsinterne Dialogangebote an die Fans oder von Politikern ausgerufene „Fußballgipfel“ wie pure Heuchelei. Dazu ProFans-Sprecher Nicolai Mäurer: „Aus welchem Grund sollten wir uns wieder mit den Verbänden oder gar den Behörden an einen Tisch setzen, wenn den Verantwortlichen nichts Besseres einfällt, als sich hinter der Ausrede von den Sachzwängen zu verschanzen und sie uns an jedem Spieltag mit neuen Repressionen in den Rücken fallen und versuchen, die Fans gegeneinander aufzuhetzen?“

ProFans im April 2016

Berlin, den 30. März 2016 – Rund einhundert aktive Fans, von Szenen der verschiedensten Fußballvereine der 1. bis 4. Spielklasse Deutschlands entsandt, sind am Karsamstag in Hannover zusammengekommen und haben mit Vereinsverantwortlichen aus dem ganzen Land über eine neue Form des Dialogs wie auch über inhaltliche Themen debattiert.

Nachdem der 2007 ins Leben gerufene Fandialog unter der Federführung des DFB über all die Jahre praktisch ergebnislos verlaufen war, hatten alle daran beteiligten Fanorganisationen im letzten Herbst jene Gespräche aufgekündigt. Mit dem neuerlichen Anlauf wollen die bundesweit tätigen Fanbündnisse ProFans und Unsere Kurve zeigen, dass ihnen an einem ergebnisorientierten Dialog mit Verantwortlichen des deutschen Fußballs sehr gelegen ist.

So ging es in Hannover darum, festzustellen, wo gemeinsame Interessen und Standpunkte im Spannungsfeld zwischen Fankultur und Vereinszielen liegen. Während etwa zur Frage der Kommerzialisierung des Fußballs durchaus unterschiedliche Ansprüche bestehen, herrschte weitestgehende Einigkeit darüber, dass der gesellschaftliche, aber auch der kommerzielle Wert der gelebten Fankultur für den deutschen Fußball weitaus höher ist, als ihr allem Anschein nach durch den DFB zugemessen wird.

Auch in der Frage zur Vorstellung eines gelungenen Spieltages konnten Gemeinsamkeiten herausgearbeitet werden. Darüber hinaus führte der gemeinsame Dialog zu mehr Verständnis für abweichende Positionen, die sich aus der jeweiligen Berufs- bzw. Fanrolle ergeben. Von Seiten der Fans war es ein Anliegen hervorzuheben, dass sie es als Fußballfans leid sind, vor allem auswärts, als Sicherheitsrisiko wahrgenommen zu werden, da diese Sicht alle Maßstäbe der Wirklichkeit verzerrt. An dieser Stelle spielte insbesondere das Thema Kollektivstrafen, verordnet durch den DFB, eine besondere Rolle. Kollektivstrafen, so der einhellige Tenor der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, widersprechen nicht nur rechtsstaatlichen Grundsätzen, sondern erfüllen ebenso wenig ihren Zweck. Die gängige Praxis des Verhängens von Kollektivstrafen durch das Sportgericht des DFB, nach tatsächlichem oder auch nur empfundenem Fehlverhalten einzelner Zuschauer, gehört daher dringend infrage gestellt.

Die den Kongress tragenden Fanorganisationen rufen zu einer gesellschaftlichen Debatte über diese bis dato gängige Praxis des DFB auf und fordern die Abschaffung von Kollektivstrafen, die Fans in Sippenhaft nehmen und Vereine für das Handeln Einzelner verantwortlich machen.

Fans wie auch Vereinsverantwortliche sind sich einig, den Austausch weiterführen und diese Plattform als festes Instrument des Dialogs etablieren zu wollen. Dazu ist bereits eine Nachfolgeveranstaltung im Herbst dieses Jahres ins Auge gefasst.

ProFans und Unsere Kurve, 30. 3. 2016